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DISKURSKONZEPT AUF EINEN BLICK


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Das Diskurskonzept wurde an den drei Heidelberger Modellschulen in Form von 3-tägigen Diskursprojekten (Workshops) realisiert. In jedem Diskursprojekt nahmen zwischen 15 und 21 Schüler der Klassenstufe 11 und 12 sowie 2 bzw. 3 Fachlehrer der Fächer Biologie, Religion, Ethik und Gemeinschaftskunde teil. Während der drei Tage setzten sich die Jugendlichen und Lehrer mit der Problematik von prädiktiven Gentests im Arbeits- und Versicherungsbereich auseinander und erarbeiteten schriftliche Empfehlungen, wie mit prädiktiven Gentests im Arbeits- und Versicherungsbereich umgegangen werden soll.

Das Diskurskonzept orientiert sich an den partizipativen Verfahren Bürgerforum und Konsensuskonferenz und umfasst folgende Arbeitsphasen: die Bereitstellung von Informationen und einen Dialog zwischen Jugendlichen und Experten, um die Teilnehmer zu einer qualifizierten Urteilsbildung zu befähigen, sowie einen strukturierten Arbeits- und Diskussionsprozess mit Kleingruppen und Plenumsphasen, der die Teilnehmer unterstützt, zu einer Bewertung der Problemstellung und einer gemeinsamen Empfehlung zu gelangen. Die Arbeitsphasen integrieren Methoden, die auf Jugendliche zugeschnitten sind und ihre aktive Beteiligung unterstützen und herausfordern.

Das Diskurskonzept wurde an den Modellschulen folgendermaßen umgesetzt:
  • Die Informationsphasen beinhalteten Vorträge und Textarbeit in Kleingruppen, die nach den Prinzipien des selbst organisierten Lernens konzipiert (SOL) war.
  • Der Dialog zwischen Jugendlichen und Wissenschaftlern wurde zum einen dadurch ermöglicht, dass Jungwissenschaftler aus den Bereichen Humangenetik, Recht und Ethik während der Workshops als Ansprechpartner zur Verfügung standen, zum anderen dadurch, dass die Jugendlichen mit bekannten Professoren (Prof. Taupitz, Prof. Propping, Prof. Honnefelder), die zu bioethischen Themen arbeiten, via Videokonferenz in Dialog treten konnten.
  • In den Diskussionsphasen kamen verschiedene Diskussionsmethoden zum Einsatz, um den Diskurs der Jugendlichen zu strukturieren. Im Zentrum standen die Konstanzer Methode der Dilemmadiskussion (Lind, 2003), die sich in zahlreichen psychologischen Studien effektiv zur Förderung moralischer Urteils- und Diskursfähigkeit erwiesen hat, sowie ein auf theaterpädagogischen Elementen beruhendes Rollenspiel in Form einer Talkshow.

Wie das Diskurskonzept im Rahmen eines fächerübergreifenden, projektorientierten Unterrichts in der Oberstufe an Ihrer Schule realisiert und auf Ihre Rahmenbedingungen und Möglichkeiten abgestimmt werden kann, erfahren Sie unter projekt- und unterrichtsmaterial

Informationen zum konkreten Ablauf der Diskursprojekte an den Modellschulen erhalten Sie unter ablauf diskursprojekte

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